Die Frage, die Hoteldirektoren spaltet
Wenn ein Hotel über CityFlow-Räder nachdenkt, lautet die erste interne Spannung meist:
- Gebe ich sie als inkludiertes Premium-Amenity heraus?
- Oder verlange ich 8–12 € am Tag, als Upsell im F&B-Stil?
Beide Modelle haben ihre Fürsprecher. Schauen wir auf die Daten.
Das Modell „Gratis für Gäste“
Wir sehen es in Premium-Boutiquehotels wie Tripster (das sogar ein Schild „FREE for TRIPSTER guests“ im Schaufenster hat). Die Logik:
- Das Rad wird zum direkten Verkaufsargument.
- Es steht auf der Hotel-Website als unterscheidendes Amenity.
- Gäste erwähnen es in Rezensionen („sie hatten Gratisräder, großartig“).
- Die Kosten verteilen sich auf den ADR des Hotels.
Typisches Ergebnis: 3–5 % mehr Direktbuchungen, +0,3 Punkte OTA-Bewertung, höhere Wiederkehrquote.
Das Modell „Pay per use“
Gewählt von Hotels, die bereits ein solides Upselling-Programm haben. Der Gast zahlt 8–15 €/Tag für das Rad.
- Deckt die Flottenkosten direkt.
- Erzeugt messbaren Zusatzumsatz.
- Begrenzt aber die Nutzung — nur 10–18 % der Gäste zahlen.
Typisches Ergebnis: ~15 % direkte positive Marge, aber weniger Wirkung auf Rezensionen/Branding.
Das Hybridmodell (der Gewinner)
Was in unserer Partnerhotel-Basis am besten funktioniert: der kluge Hybrid.
- Rad inklusive bei Aufenthalten ab 3 Nächten.
- Bezahltes Rad bei 1–2 Nächten (für den Gast auf der Durchreise).
- Vorzugstarif für Stammgäste.
Dieses Modell verbindet die Marketingkraft des „Gratis“ mit den Einnahmen des „Pay per use“. Hotels, die es anwenden, melden +8 % Direktbuchungen + 12–15 % Zusatzumsatz aus Einzelzahlungen.
Der Fehler, den viele Hotels machen
25 €/Tag für das Rad zu verlangen. Das nimmt ein Touristenverleih für einen Tag — als Hotel-Amenity ist es überteuert. Der Gast empfindet es als „Abzocke“ und hinterlässt eine negative Rezension.
Die Formel, die wir empfehlen: Der Upsell-Preis bleibt immer unter dem Straßenpreis des Marktes, damit der Gast das Gefühl hat zu gewinnen.
Fazit
Es gibt kein Universalmodell. Der Hybrid gewinnt meist in Boutiquehotels (3–5*); „Gratis für Gäste“ gewinnt in Premium-4–5*-Hotels mit hohem ADR; „Pay per use“ gewinnt in Stadthotels mit vielen 1-Nacht-Gästen.
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